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 Wie entstand der "Caipitest" ?

 

von Caipi-Mike, geschrieben am 20.10.2006

 

Viele fragten mich immer wieder:

Hey, Mike, wieso machst du so ein Wirbel um die Caipirinha, wieso machst du so eine Webseite ?

und wie kamst du da drauf ?

 

Um allen diesen Fragen gerecht zu werden, habe ich die Geschichte an dieser Stelle mal aufgeschrieben:

 

 

An meinen ersten Caipi kann ich mich noch sehr gut erinnern !

War schon immer gerne "unterwegs" und noch nie der typische "Biertrinker".

Auf einer meiner vielen Besuche in der schönsten Stadt Deutschlands, München, wo ich viele Freunde hatte, kam ich irgend wann in die derzeit (Ende der 80er) "angesagteste" Kneipe Münchens, dem "Papasitos".

Dort aß man preisgünstig von großen, mexikanischen Platten, an stabilen, langen Holztischen und ab 22 Uhr ging dort (Donnerstag bis Samstag) regelmäßig "die Post ab" !

Das heißt, daß dann alle Platten abgeräumt wurden und spätestetns ab 23 Uhr alles auf den Tischen tanzte zur Party-Musik der 60er, 70er und 80er. Die Ur- "Ü-30-Party" für die damals 18-30 Jährigen.

Neben heißer Musik gab es vorwiegend einen leckeren Drink mit Limetten, Alk und Zucker, den die Jugendlichen reihenweise "abkippten" und der ab der an diesem Abend zum ersten Mal von mir "genossen", mein späteres Leben doch sehr stark beeinflussen sollte.

Da ich immer schon ein Faible hatte für Bars und dem, was es dahinter so alles gab, wollte ich natürlich wissen, was man alles brauchte, um diesen Drink auch zu Hause machen zu können.

Ich schrieb mir also auf, wie denn der Alk hieß, und vor allen Dingen, wo man ihn bekommen konnte.
Das gleiche tat ich auch mit den Gläsern, die man in dieser Art damals nirgendwo kaufen konnte.

Der Alk hieß "Velho Barreiro" und zu kaufen gab es ihn bei den "Vereinigten Weinkellereien" in München, die Gläser, einen Stößel und braunen Zucker bei einem Fachgeschäft vor den Toren Münchens, dessen Name mir leider entfallen ist.

Gar nicht faul begab ich mich am nächsten Tag zu den beiden Großhändlern und kaufte 24 Gläser und 6 Flaschen "VB", dessen Optik ich von Anfang an "geil" fand und lustig die Mini-Pfropfen obendrauf, die leider nie ganz dicht waren.

Ich glaube, heute gibt es diese Flaschen in diesem Zustand  (allerdings mit 910ml Inhalt) immer noch in Brasilien zu kaufen.

Zuhause angekommen (Ich wohnte derzeit in Wiesbaden) mixte ich mir natürlich sofort einen eigenen Caipi und kam schon sehr bald auf den (immer besserern) Geschmack !

Nach meinem Umzug 1992 mit meinem damaligen Geschäftspartner (wir betrieben eine Veranstaltungsagentur, die ich seit unserer Trennung 1995 alleine weiterführe) in ein großes Haus, in dem ich auch wohnte, war das erste, was ich aufstellte eine Bar, die ich, ganz "Event-Techniker-like" aus Alu-Lichttraversenteilen ("Astralite") baute und an der natürlich jederzeit "Caipis" (und anderes) ausgeschenkt wurden.

Bei meinen 2 nächsten Umzügen 1995 (nach der Trennung von meinem Geschäftspartner) in ein Dorf nahe Wiesbadens (Martinstal im Rheingau) und 2001 nach Hohen-Sülzen (ein Weindorf in der Nähe von Worms am Rhein) galt mein erster Blick bei Wohnungs-Besichtigungen immer nach einem geeigneten Platz für meine Bar, die nun der Mittelpunkt meines jetzigen Wohnbereiches darstellt (siehe "Mike's Homebar).

Da ich schon immer gerne Leute zu mir eingeladen habe, waren inzwischen meine regelmäßigen Caipiparties und vor allen Dingen die immer perfekteren Caipis sehr beliebt.

Ich war, auch beruflich bedingt (ein "Muß" im Eventbereich) schon immer ein Perfektionist und hatte mich schon sehr bald nicht mit dem zufrieden gegeben, was im allgemeinen in Bars und Straßenfesten so angeboten wurde.

So kam ich auch schon bald auf die Idee, den Zucker zu malen (hatte mich schon von Anfang an geärgert, daß immer Zucker-Reste im Glas übrig blieben und die meisten Caipis am Anfang zu sauer und am Schluß zu süß schmeckten.) und später, als ich meinen geliebten "VB" nicht immer vorrätig hatte, andere Cachaças auszuprobieren.

Da ich seit meinem Umzug 2001 auch stolzer Internet-Besitzer war und mich zudem auch ab dem 11. September gleichen Jahres nach neuen Verdienstmöglichkeiten umschauen mußte 
(Die Umsätze der "Freizeit-Branche "Event-Marketing" und die der Party-Veranstalter und DJ's, wie  auch ich einer mit sehr guten Umsätzen war, brachen völlig ein und ich stand kurz vor der Pleite),

kam ich auf die Idee, meine Barmixer-Fähigkeiten jobmäßig aufzubauen und dies über's Internet versuchen zu propagieren.

Leider ging in dieser Zeit auch die Beziehung zu der Frau zu Bruche, wegen der ich in dieses Dorf gezogen war,

so daß nach meinem abermaligen Umzug Ende 2002, aber diesmal innerorts (hatte das Flair und die Leute dort innerhalb kürzester Zeit lieb gewonnen und auch noch eine tolle, und "Bar-gerechte" (grins) Wohnung gefunden), ab 2003 ein komplett neues Leben für mich begann und ich die Suche nach gleichgesinnten Caipi-Freaks mit voller Energie im Internet aufnahm.

Ich hatte noch nicht so viel Ahnung davon und versuchte erst einmal, da ja die Caipirinha aus Brasilien kommt, über Brasilien-Webseiten in denen Diskussionsforen installiert waren Kontakt zu "Gleichgesinnten" zu bekommen.

Über die Seite "brasilien.de" (ist heute eine kommerzielle Seite), brasil.de (gibt's nicht mehr), brasil1.de (hat nichts mit Brasilien zu tun) und caipi.de (ist zum Glück wieder in den Cocktailbereich "verkauft" worden) kam ich zur Seite "brasilweb.de".

Volltreffer !

Kaum hatte ich das Forum angeklickt, hatte ich direkt einen Eintrag zum Thema "Cachaça kaufen in Deutschland" auf dem Bildschirm, unter dem mehr als 30 Einträge dazu gelistet waren.

Mike, sagte ich mir, hier bist du richtig !

Es war mir nämlich schon immer ein Dorn im Auge, dass es überall fast nur "Pitu" zu kaufen gab, den ich als einen der schlechteren Cachaças ausgemacht hatte (zum "Velho Barreiro" in Geruch und Geschmack zum Beispiel ein himmelweiter Unterschied !!).

Fleißig begann ich zu lesen und zu schreiben und ich war urplötzlich vom Gedanken beseelt, möglichst viele Cachaças zu kaufen, die in Deutschland bezogen werden können, um die verschiedenen Geschmacksrichtungen kennen zu lernen.

Ausserdem ärgerte es mich, immer hören zu müssen "Im Caipi ist Limette, Zucker und "Pitu" drin".
Seit ich weiß, daß dieser in Groß-Containern nach Deutschland geliefert und hier in Flaschen gefüllt wird, bin ich erst recht ein Gegner dieses Massen-Produkts.

Des weiteren finde ich es wichtig, den Leuten zu erklären, was Cachaça überhaupt ist.

An dieser Stelle muß ich sagen, daß ich, wenn ich von Cachaças spreche, immer den Caipi meine, der damit hergestellt wird !

Ich bin absolut kein Cachaça-pur-Trinker !!!

Im Laufe des Forums-Talks über die Cachaças, die man in Deutschland bekommen kann, schaltete sich ins Gespräch auch eine Person namens Kippenhan oder einfach nur "Kippe" ein, seines Zeichens "Erfinder" dieser Website und des zugehörigen Forums.

Wir schrieben hin und her und beschlossen noch am gleichen Tag, telefonisch in Kontakt zu treten.

Dieses und weitere Telefongespräche hatten dann nicht nur die Caipirinha und den Cachaça zum Thema, sondern es entwickelte sich auch eine Freundschaft, die bis zum heutigen Tage nicht nur anhält, sondern immer intensiver wird ! (eine positive Seite des Internet)

In diesem ersten Telefongespräch erzählte ich "Kippe", daß ich nun anfangen würde, möglichst viele Cachaças zu einer Sammlung zusammen zu kaufen um die verschiedenen Geschmacks-Richtungen auszuprobieren.

Da ich ihm auch erzählte, daß ich Veranstaltungen beruflich organisiere, kam unvermittelt von "Kippe" die Frage:

"Warum machst du eigentlich nicht einen öffentlichen Vergleichs-Contest draus ?
Wir suchen Leute über das Forum, die mitmachen wollen und ich mache dir zum propagieren eine kleine Webseite !"

Die Veranstaltung "Caipitest" war geboren !

Ich weiß zwar nicht mehr, wer das Wort "Caipitest" creiert hat von uns beiden, aber es spielt auch keine Rolle mehr !

Sofort begann ich einen passenden Ort und eine schöne Location zu suchen.

Da ich im Großraum Mainz/Wiesbaden 25 Jahre gelebt hatte, lag es nahe, mich dort umzusehen.

So erinnerte ich mich an einige Veranstaltungen, die ich für Kunden in einem alten Römer-Kastell in Mainz-Kastell (hat seinen Namen davon) organisiert hatte und wurde dann auch schnell fündig.

Für alle, die dabei waren, war diese tolle Location direkt am Rhein und die Veranstaltung ein unvergeßliches Erlebnis !

Von der Idee (Februar 2003) bis zur Veranstaltung (war nur der 8.Juni frei) war nicht viel Zeit zum Vorbereiten und so stellten "Kippe" und ich in 2 Monaten eine Webseite, die Werbung, die komplette Organisation auf die Beine und ich sammelte in der gleichen Zeit über 20 Cachaças zusammen.

Die Vor-Arbeit war, dank meiner oben erwähnten "Perfektionisten-Eigenschaften" enorm:

Test-Listen erstellen, Duplikate, Info-Blätter, Hinweisschilder, Übernachtungsmöglichkeiten, ...

dann die Frage, wie mache ich es, daß die Tester die Flaschen nicht erkennen, usw

Dank der großen Mithilfe von "Kippe" über sein Forum (Werbe-Banner des Caipitests war fest oben verankert) kamen dann immerhin 25 Personen zur Test-Veranstaltung zusammen (hatte schon mehr erwartet).

Toll fand ich vor allen Dingen, dass 9 Personen über 150 km angereist waren
(7 aus Köln, 2 aus Osnabrück !!).

Aber die Vorarbeit war doch enorm !

Ich werde nie vergessen, wie ich mit "Kippe" morgens um 3 mitten im Vorbereitungs-Chaos saß und wir die 22 Flaschen in Alufolie einpackten und wir uns anschauten mit den Worten:

"Was haben wir uns da nur aufgebürdet !"

Zu allem Unglück wurden wir (der Caipitest war bei 33 Grad im Freien aufgebaut !) mittendrin auch noch von einem Unwetter überrascht, was uns 2 Zelte zerfetzte und wir, komplett durchnässt an die Bar im Hause wechselten, die wir zum Glück (für die Abend-Party hinterher) schon aufgebaut hatten.

So konnte der Test dann doch noch zu einem guten Ende geführt werden.

Was mir aber leider aber überhaupt nicht schmeckte:

Mein "Anti-Cachaça" "Pitu" (allerdings die "goldene Version") hatte den Test gewonnen !

So ein Schit, dachte ich mir, und im gleichen Gedanken reifte in mir die Überlegung, die Veranstaltung an anderer Stätte doch nochmals durchzuführen, obwohl das Ganze nur für eine einmalige Sache geplant war !

Na ja, nach nunmer 7 Veranstaltungen weiß man ja, wie diese Überlegung ausgegangen ist !

Jedoch der eigentliche Auslöser war die Antwort auf die in diese Richtung im "brasil-web" gestellte Frage:

"Wer hat eine Idee, wo man den nächsten Caipitest veranstalten könnte ?"

Sofort meldete sich Andreas Preuss aus Köln, der in Mainz mit dabei war und sagte spontan:

"In Köln würde so was gut laufen" !

Und so wurde es auch - die mittlerweile 4 Kölner Caipitests waren alle ein Erfolg

und die Website wurde inzwischen neu gestaltet und doch ziemlich umfangreich !

Andreas und seine Frau Carmen und ihre mittlerweile nun 1 1/2-jährige Tochter Jasmin sind mittlerweile nicht nur mit meine besten Freunde, sondern Andreas auch Mit-Organisator des Caipitests in Köln und macht mit seiner Frau Carmen zusammen das leckere brasilianische Essen auf meinen Veranstaltungen.

(Außerdem werden wir vom 2.11. bis 15.11. zusammen einige Cachaça-Brennereien in Brasilien (Minas Gerais und Bahia) und die Eltern von Carmen besuchen - ich werde umfangreich von dieser Tour berichten !)


Was mir allerdings Kummer macht, daß trotz des großen Werbe-Aufwands nur so wenige Tester (Ausnahme: Köln 2004 und 2005) an der Veranstaltung teilnehmen.

Ich bin kräftig an einer Konzepts-Strategie am basteln und würde gerne mit Kunden von Spirituosen-Händlern mal eine Veranstaltung durchführen - 2007 ?

Falls noch weitere Caipitests in der bekannten Version stattfinden, werde ich als ersten Schritt die Teilnahme-Gebühr auf 10 Euro (Dank der vielen Sponsoren) senken - vielleicht lockt das dann doch den einen oder anderen Caipi-Fan hinter dem Ofen (oder Bartresen) hervor !

schaun mer mal !

 

19.9.2012

Endlich wieder ein Caipitest !

Nach einer langen Pause (2008-1011) gibt es nun an der Stelle des ersten Caipitests in Mainz wieder einen Caipitest !

Bin mal gespannt, wen ich nach so einer langen Pause so alles aktivieren kann !

 

 

 

Euer Caipi-Mike

 

 

 

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