Liebe Caipi-Freunde,
nun ist es amtlich:
der "Velho Barreiro Gold"

hat den fünften Caipitest gewonnen, herzlichen Glückwunsch !
Die ausführliche Auflösung mit den Platzierungen seht ihr unter "Platzierungen".
Die Auswertungs-Tabellen unter "Statistik"
Die Gesamt-Ranking-Tabelle aller bisherigen gewerteten Caipitests (also ohne den Münchner) seht ihr unter dem "Gesamt" - Button.
Nachfolgend nun das Resumé des Frankfurter Caipitests:
Ja, liebe Caipifreunde,
nach den ersten 2 Anfangs-Erfolgen hatte ich es mir doch wesentlich leichter vorgestellt, Leute für eine „Caipirinha-Probe“ gewinnen zu können.
Denn als „Fancy-Cocktail“ und Brasil-Drink Nr. 1 erreicht der Caipirinha in Deutschland nach wie vor größte Konsumier-Umsätze.
Außerdem ist Deutschland das europäische Land mit der höchsten Import-Rate von Cachaça aus Brasilien.
Über 40 Cachaças können mittlerweile über deutsche Händler und Importeure in Deutschland bezogen werden !
Kleines Gegenbeispiel: in der Schweiz habe ich leider nicht mal mehr als 5-6 verschiedene Cachaças in den Angeboten der Cocktail-Bars entdecken können, darunter zwei, die nicht einmal in Brasilien einer kennt.
Als ich damals (März 2003) mit Hilfe des „Brasil-web“ und seinem Producer Thomas Kippenhan den Caipitest creierte, hatte ich viele „Caipi-Fans“ erreicht, die auch bereitwillig über den einen oder anderen Cachaça diskutierten und wissen wollten, wo man diesen oder jenen zu kaufen bekäme.
Leider ist „der Faden etwas gerissen“ und über Flyer und Mundpropaganda allein ist in der „Nachtscene“ der Großstädte scheinbar kein Blumentopf zu gewinnen.
So hoffte ich zum Beispiel in Frankfurt darauf, über Stammgäste der „Monsa-Bar“ und über deren email und Werbe-Kampagne sowie über eine groß angelegte Werbeaktion bei den Besuchern des Museumsuferfestes (das größte Fest in Frankfurt), auf dem wir gezielt hunderte von Caipi-Trinkern ansprachen, einen größeren Kreis von Caipi-Genießern gewinnen zu können.
Weit gefehlt – trotz 2-Monate langer Werbe-Bemühungen im Vorfeld konnten wir weder die Party noch den Test ausreichend füllen – trotz bester Vorraussetzungen:
Bestes Wetter, 10m Outside-Cocktailbar, riesige Cachaca-Auswahl (fast 50 verschiedene), einem Super-DJ und tollem Strand- Ambiente.
Immerhin scharten sich zum Caipitest dann doch noch 12 Tester (plus meine Wenigkeit, natürlich ohne offizielle Wertung), so dass für unser Ranking ein verwertbares Ergebnis heraussprang.
Erhebt sich nun also die folgende Frage:
Was haben wir falsch gemacht ?
Erst einmal mache ich 2 Hauptgründe aus:
Die Großstadt-Metropolen wie München und Frankfurt haben doch offenbar einen eigenen, nur durch Insider-Werbung funktionierenden Veranstaltungs-Mechanismus, bei dem man als „Nobody“ niemand dazu bewegen kann eine Veranstaltung zu besuchen, die nicht „bekannt“ ist oder nicht von Rundfunk und den In-Zeitungen promotet wird.
Der zweite Grund ist meine fehlende Bindung zu den „Insidern“ der jeweiligen Städte, so wie ich z.B. in Köln jemanden wie Andreas mit Anbindung zur brasilianischen Scene und zur Cachaca-Herstellung getroffen habe, der eben auch über Mundpropaganda in seinem Freundes- und Bekanntenkreis eine Veranstaltung dieser Art mit den „richtigen“ Leuten füllen kann.
Was lerne ich nun daraus, bzw, wie gehe ich weiter vor ?
So wie es zwei Hauptfaktoren des Scheiterns gibt, so gibt es auch erst einmal zwei Lösungs-Ansätze:
Vielleicht in „kleinere Orte“ ausweichen und auf alle Fälle von Anfang an die Bindung von Veranstaltunds-Blättern, oder sogar von anderen, schon etablierten Veranstaltern suchen.
Die zweite Möglichkeit scheint mir aber momentan (in Verbindung mit der ersteren) eine sehr gute Idee zu sein:
Ich versuche über den Kontakt zu meinen, immer zahlreicher auftretenden Sponsoren (Cachaça-Vertreibern) eine spezielle „Endkunden“-Veranstaltung zu organisieren, bei denen die Tester über diese speziell angesprochen werden.
Über die Medien propagiert und von Sponsoren unterstützt, könnte der Caipitest sogar völlig beitragsfrei zu einer beachteten Veranstaltung heranreifen.
Danke noch mal meinen Sponsoren Fabricio und Falk von Xiboquinha (Cachaça "Santo Grau") und Alfred Stettberger (Cachaça "Birds"), für dessen Ideen-Anregungen und hoffe auf diesem Wege dem Caipitest wieder etwas Aufwind zukommen zu lassen.
Diesen Aufschwung erhoffe ich mir auch wiederum über eine verstärkte Anbindung an Kippe’s brasilweb.de und dessen Lesern.
Bin mal gespannt, wie das klappt.
Bin ebenso gespannt, was der Kölner Caipitest dieses Mal bringt und ob wir diesen als jährlich wiederkehrende Dauer-Veranstaltung installieren können.
Bis dahin
Euer Caipi-Mike
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